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Wärmeverluste im Haus

Ihre Heizung ist optimal eingestellt und verfügt über eine Einzelraumregelung. Die Heizkörper werden gleichmäßig warm und auch der Heizkessel verrichtet zuverlässig seinen Dienst. Und dennoch geht Wärme verloren!

Wärmeverluste entstehen durch die verschiedensten Ursachen und sind oft nur schwer zu identifizieren. In unserem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie bei Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera achten sollten, wie Sie die Bilder richtig interpretieren, die Wärmeverluste ausfindig machen und wann Sie die Bilder sinnvoll erfassen.

Wärmeverluste im Haus - Title

Sobald eine Lampe in einem Raum ungenutzt brennt, denken viele sofort an den Energieverlust und schalten das ungenutzte Licht aus.

Jedoch macht das Licht beim Energieverbrauch gerade einmal 2 - 3 % aus. Der größte Teil wird für das Heizen verbraucht. Private Haushalte verbrauchen zwei Drittel der Energie für das Heizen und das Warmwasser.

Der Anteil der Energie, der durch Wärmeverluste verloren geht, ist entsprechend groß. Jedoch bedeutet es auch, dass hier das mit Abstand Größte Einsparpotenzial vorhanden ist.


Was bedeutet Wärmeverlust im Haus?

Grundsätzlich sind Wärmeverluste im Haus ganz normal. Dafür sorgt ein Prozess namens Transmission. Der sogenannte Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Wärme ein Haus über Wände, Fenster, Türen und das Dach verliert. Aus der Messung der Wärmeverluste am Haus ergibt sich ein Wert, der in Watt angegeben wird. Der Wert gibt die Leistung in Watt an, die bei einem Temperaturunterschied zwischen Hausinnen- und außenseite entsteht.

Ein Beispiel: Liegt der Wert für den Wärmeverlust einer Häuserwand bei 5 Watt, verliert diese Wand 5 Watt, wenn es draußen ein Grad Celsius kälter ist als drinnen. Liegt ein Temperaturunterschied von 20 Grad Celsius vor, wie es im Winter üblich ist, verliert diese Wand konstant 100 Watt. Je kleiner dieser Wert ausfällt, umso niedriger ist der Energieverlust und dementsprechend niedriger sind die Heizkosten.

Um die gewünschte Wohlfühltemperatur zu halten, muss die Heizungsanlage die verlorene Energie durch eine höhere Leistung kompensieren.

Wärmeverluste finden

Wir haben den Wärmeverlust einer alten, denkmalgeschützten landwirtschaftlichen Gutsanlage dokumentiert.

Informationen zur Interpretation der Bilder der Wärmebildkamera:

  • Die Bilder sind nach einer Frostnacht kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen worden, kurz nachdem die Heizung nach der Nachtabsenkung zu heizen beginnt. Eventuelle Sonneneinstrahlung oder Wärme hätte die Ergebnisse verfälscht.
  • Bereiche, die rot dargestellt sind, bedeuten nicht unbedingt, dass Wärmeverluste entstehen. Die Wärmebildkamera stellt die wärmsten Bereiche rot dar, unabhängig von der tatsächlichen Temperatur.
  • Die Kamera misst die Wärme der Bauteile. Zugverluste lassen sich daher nur indirekt aufgrund der Erwärmung durch warme Luft feststellen.
  • Um die Bilder korrekt zu interpretieren, muss man wissen, wie die einzelnen Räume genutzt und geheizt werden. Auch bauliche Besonderheiten wie Metallbauteile oder ähnliches müssen bekannt sein.

Das folgende Bild zeigt einen völlig unbeheizten Gebäudeteil. Durch die Speicherung der dicken Backsteinwände stellen sich diese Wände rot dar. Das Dach ist blau dargestellt. Es sind dünne Ziegel, die durch die die Temperatur der Umgebung angenommen haben.

Haus Vorderseite

Der Gebäudeteil mit Wärmebildkamera

Haus Vorderseite - Wärmebildkamera

Die Vorderseite des Hauses

Die Fenster oben links zeigen ein beheiztes Badezimmer. Alle anderen Räume waren zum Zeitpunkt der Aufnahme ungeheizt.

Oben rechts ist ein Fenster gekippt. Sehr gut ist das kalte Fenster und das durch den Luftzug erwärmte Fenster darüber zu sehen. In der Mitte ist ein einglasiges Fenster. Gut sind die Wärmeverluste durch die Scheibe zu erkennen.

Haus Vorderseite 2

Die zweite Hälfte der Vorderseite mit Wärmebildkamera

Haus Vorderseite 2 - Wärmebildkamera

Die Rückseite des Hauses

Hier sind deutliche Wärmeverluste zu erkennen: Der Raum oben links ist beheizt. Gut erkennbar ist, dass der Heizkörper trotz der dicken Wand durch die Wand abstrahlt. Der Raum oben in der Mitte und oben rechts ist ungeheizt. An den Fenstern sind geringe Wärmeverluste erkennbar. Unten ist ein großer Raum über die gesamte Breite des Hauses. Die Heizkörper rechts werden stärker als die anderen Heizkörper geheizt, die linken Heizkörper sind schwächer eingestellt. Gut sichtbar ist, dass die Wand unten rechts deutlich am wärmsten ist und hier Energieverluste entstehen. Ebenfalls entstehen Energieverluste durch die Türe in der Mitte. Sie scheint wenig isoliert zu sein.

Haus Rückseite

Die Rückseite des Hauses mit Wärmebildkamera

Haus Rückseite - Wärmebildkamera

Nebenhaus

Im Nebenhaus ist ein Büro untergebracht, das stärker geheizt wird. Unten hat es dicke Backsteinwände, im oberen Bereich befinden sich zwei Dachfenster. Deutlich sind starke Energieverluste unterhalb des Daches sichtbar.

Nebenhaus 1

Das Nebenhaus mit Wärmebildkamera

Nebenhaus 1 - Wärmebildkamera

Hier die Rückseite. Aus optischen Gründen haben die Erbauer kleine Steinbögen in der Mitte vermauert, durch die die Wände einige cm dünner sind. Die höheren Energieverluste an diesen Stellen sind deutlich sichtbar.

Nebenhaus 2 - Wärmebildkamera

Wie wichtig es ist, bei der Interpretation von Wärmebildern die Details zu kennen, zeigt unser letztes Bild. Unten sieht man deutlich blaue Felder. Hierbei handelt es sich um Blechplatten, die vor Kellerfenstern angebracht sind. Diese Blechplatten haben die Außentemperatur angenommen, obwohl durch die Öffnungen dahinter ganz sicherlich Energie verloren geht. Diese Verluste sind an den Hausseiten rechts und links erkennbar.

Nebenhaus 3

Der entsprechende Teil mit Wärmebildkamera

Nebenhaus 3 - Wärmebildkamera

Weitere Tipps zur Darstellung und Interpretation der Bilder einer Wärmebildkamera für die passive Bauthermografie.

Achten Sie bei der Wärmebildkamera darauf, dass Farben sinnvoll dargestellt werden. Am geeignetsten ist eine Farbgebung, bei der „kalte“ Farben kühleren Temperaturen zugeordnet sind und „warme“ Farben höhere Temperaturen zugeordnet werden.

Nutzen Sie für alle Thermogramme dieselbe Farbpalette. Nur so lassen sich die einzelnen Bilder später im Gesamtzusammenhang analysieren und interpretieren.

Achten Sie darauf, dass der Unterschied zwischen der oberen und unteren Temperatur nicht zu eng gewählt wird. Dadurch wirken die Aufnahmen später sehr kontrastreich und führen schnell zur Überinterpretation. Doch auch wenn die Werte für die Ober- bzw. Untergrenze im Thermogramm zu weit gewählt werden, kommt es zu fehlerhaften Darstellungen und es werden Wärmeverluste nicht angezeigt.

Eine zu „farbenfrohe“ Darstellung der Thermogramme ist ebenso nicht zu empfehlen. Die oft eher verwirrenden Farbverläufe erzeugen unnötige Details und zeigen Auffälligkeiten in Farbtönen und Helligkeiten, die eigentlich nicht vorhanden sind.

Dokumentieren Sie Ihre Aufnahmen. Notieren Sie das Datum und die Uhrzeit, wann die Aufnahmen gemacht wurden. Dokumentieren Sie eingestellten Parameter der Kamera sowie die Wetterinformationen (Wind, Temperatur, Wolken und Sonneneinstrahlung) zum Zeitpunkt der Aufnahmen.

Wärmebildkameras sind teuer. Es gibt aber auch Zubehörgeräte für Smartphones. Es kann sich lohnen, ein solches Gerät mit mehreren Haushalten gemeinsam zu kaufen.

Eine externe Beauftragung ist fragwürdig, da die Ergebnisse stark vom Zufall des Moments abhängen.

Energie sparen mit Homematic IP

Neben dem Auffinden und dem Beseitigen von Wärmeverlusten ist eine smarte Heizungssteuerung eine gute Möglichkeit, Heizkosten einzusparen. Mit einer intelligenten Einzelraumregelung, wie Sie mit dem Homematic IP System möglich ist, lassen sich bis zu 30 % Heizkosten einsparen.

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