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Informationen zur Energie im Gebäude

Energie und die damit verbundene Kosten- und Umweltbelastung sind die großen Themen unserer Zeit.

Aus zahlreichen Quellen haben wir Informationen, Zahlen, Daten und Hinweise zusammengestellt, um die Dinge nachvollziehbar einordnen zu können. Dabei ist ein Beitrag entstanden, der zeigt, dass es mit begrenztem Aufwand ohne Komfortverlust möglich ist, Energie und Geld einzusparen.

Informationen zur Energie im Gebäude - Titel

Wir geben Ihnen eine Übersicht über die unterschiedlichen Bereiche und Einsparpotenziale. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Themen haben wir für Sie verlinkt.


Unsere Energieträger – Heizöl und Erdgas

Aktuell – Stand 07.2022 – sind die Energiepreise wegen der Ukraine-Krise extrem hoch und schwankend. Für ein Rechenbeispiel haben wir daher fiktive Preise angesetzt, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können (Bitte beachten Sie, dass die Preise zu niedrig angesetzt sind.):

Liter Heizöl: 1,00 Euro
m³ Gas : 1,00 Euro
kWh Strom: 0,40 ct

Wie viel Energie steckt im Heizöl und im Erdgas?

Energie wird in kWh gemessen und berechnet. In unseren Haushaltungen verwenden wir Öl, Gas und elektrische Energie. Grundsätzlich am preiswertesten sind Öl und Gas, am teuersten der Strom (Gemessen in Kosten je kWh). Strom kaufen wir als fertige Energie. Er wird zu großen Teilen aus der Kohle mit einem Wirkungsgrad zwischen 30 und 50 % gewonnen.

Heizöl enthält je Liter ca. 11 kWh Energie, davon sind ca. 10 kWh je nach Wirkungsgrad des Brenners nutzbar. Eine kWh verursacht einen CO2-Ausstoß von 0,266 Kilogramm. Bei der Verbrennung von einem Liter Öl entstehen dadurch 2,66 Kilogramm CO2.

Preis je Ltr. Heizöl: 1,00 €
Preis je kWh: 0,10 €

Erdgas enthält je m³ Gas 11 kWh Energie, davon sind ca. 10 kWh je nach Wirkungsgrad des Brenners nutzbar (So enthält 1 m³ Erdgas in etwa die gleiche Energiemenge wie ein Liter Heizöl). Ein kWh verursacht einen Ausstoß von 0,2 Kilogramm CO2. Bei der Verbrennung eines m³ Erdgas entstehen dadurch 2 Kilogramm CO2.

Preis je m³ Erdgas: 1,00 €
Preis je kWh: 0,10 €

Elektrische Energie ist nach individuellem Tarif je kWh wesentlich teurer. Der Preis liegt bei ca. 0,40 ct. Das ist die Ursache dafür, dass die Stromrechnung und die Rechnung der gekauften Energieträger Gas oder Öl häufig genauso hoch sind, obwohl die gebrauchte Heizenergie in kWh wesentlich höher ist.

Wo wird in Deutschland die Energie verbraucht?

Die privaten Haushalte verbrauchen mit einem Anteil von 30 % die meiste Energie. Hier wird der größte Teil der Energie mit 75 % wiederum für die Raumwärme verwendet.

Energieverbrauch in Deutschland - Grafik

Energieverbrauch im Haus

Wir haben 3 wesentliche Energieverbraucher in unseren Häusern:

  • Die Heizung (deutlich der größte kWh – Verbraucher)
  • Das warme Wasser
  • Der elektrische Strom für Licht, Pumpen, Kühlen, Spülen, Waschen, Medien, Computer, etc.

Privater Energieverbrauch

Energieverbrauch im Haus

Im privaten Bereich ist der mit Abstand größte Verbraucher die Raumbeheizung.

Die Beleuchtung macht nur einen vergleichsweise sehr kleinen Verbrauch aus.

Links im Bild die Betrachtung der kWh (Kilowattstundenverbräuche) im Einzelnen.

Das größte Einsparpotenzial ergibt sich dadurch eindeutig bei der Heizenergie.

Optimales Raumklima

Um wohnlich zu sein, bedarf es einer bestimmten Temperatur. Die ist in bewohnten Räumen meist 20 – 21 Grad, ältere Menschen benötigen oft bis zu 24 Grad.

Wärmeverlust im Haus

Die Energie wird sowohl über die Sonne als auch über die Heizung eingetragen. Energieverluste können nur durch die Außenhaut (thermische Verluste), gemessen in kW je Stunde und m² und durch die Lüftung entstehen. Die Verluste sind umso höher, je größer die Differenz zwischen der Außen- und der Innentemperatur ist (Je kälter es draußen ist).

Energie entweicht durch alle Bauteile des Hauses. So in etwa muss man es sich vorstellen:

Wärmeverluste im Haus

Häuser lassen sich nach Energieverbräuchen je Jahr und m² klassifizieren: Nachfolgend eine Tabelle, die die Standards darstellt:

0 kWh je m² / a - Passivhaus: Das Haus benötigt minimale Energie, teilweise wird z. B. durch Sonnenkollektoren sogar mehr Energie erzeugt als gebraucht. Der Aufwand insgesamt ist sehr hoch.

30-70 kWh je m² - Sehr gut gedämmtes Haus: Für 150 m² werden ca. 450 – 1.050 ltr. Heizöl bzw. die gleiche Menge Gas benötigt.

70 – 150 kWh je m² - Gut gedämmtes Standard – Haus: Für 150 m² werden ca. 1.050 – 2.250 ltr. Heizöl / m³ Gas benötigt.

Über 150 kWh je m² - Schlecht gedämmtes Haus: Entspricht dem überwiegenden Bestand. 150 m² benötigen über 2.250 ltr. Heizöl / m³ Gas.

Über 200 kWh je m² - Sehr schlecht gedämmtes Haus: Teilweise einfachverglast, sehr zugig, meist alte Bausubstanz, Fachwerkhäuser.

Will man anhand der Verbräuche ermitteln, wie hoch der Heizenergieverbrauch ist, ist zu berücksichtigen, dass die Heizung in sehr vielen Fällen das warme Wasser erzeugt. Dieser Verbrauch muss herausgerechnet werden. Die Ermittlung ist am einfachsten in den Sommermonaten, wenn die Heizung abgestellt ist. Grundsätzlich sind die Einsparpotenziale größer, je mehr Energie ein Haus benötigt. Während im zugigen Fachwerkhaus schon ein paar Dichtgummis 10 oder 20 kWh je m² einsparen können, kostet die gleiche Einsparung im Niedrigenergiehaus viele tausend Euro.

Will man anhand der Verbräuche ermitteln, wie hoch der Heizenergieverbrauch ist, ist zu berücksichtigen, dass die Heizung in sehr vielen Fällen das warme Wasser erzeugt. Dieser Verbrauch muss herausgerechnet werden. Die Ermittlung ist am einfachsten in den Sommermonaten, wenn die Heizung abgestellt ist. Grundsätzlich sind die Einsparpotenziale größer, je mehr Energie ein Haus benötigt. Während im zugigen Fachwerkhaus schon ein paar Dichtgummis 10 oder 20 kWh je m² einsparen können, kostet die gleiche Einsparung im Niedrigenergiehaus viele tausend Euro.

Um Heizenergie zu sparen gibt es zahlreiche Möglichkeiten

Lösungen, die fast nichts kosten und sich schon im ersten oder zweiten Jahr rechnen

Hydraulischer Abgleich

Hydraulischer Abgleich

Wasser sucht sich im Rohrsystem der Heizung immer den einfachsten Weg: So kann es durch den ersten offenen Heizkörper direkt wieder zurück in den Kessel fließen. Der letzte Raum am Strang bekommt nicht mehr viel ab. Die Folge: Um den letzten Raum im Strang zu erreichen, werden die Pumpen zu stark ausgelegt und das Kesselwasser zu stark aufgeheizt.

Hier erfahren Sie, Wie Sie mit dem hydraulischen Abgleich Energie sparen.

Einzelraumregelung

Eine sehr preiswerte Lösung, die zu erheblichen Energieeinsparungen führt.

Nur die Räume, die tatsächlich genutzt werden, werden auch geheizt. Die Heizung benötigt zeitlichen Vorlauf, wenn es rechtzeitig warm sein soll, daher sind Automationstechniken zwingend erforderlich. Je nach Nutzung können 30 % Energieeinsparung erwartet werden, so, dass die Kosten sich bereits in der ersten oder zweiten Heizperiode amortisieren. Besonders interessant ist, dass sich solche Regelungen sowohl für einzelne Heizkörper als auch für die Fußbodenheizung nachträglich ohne bauliche Veränderungen nachrüsten lassen.

Bedarfsgerechte Nachtabsenkung und Optimierung der Vorlauftemperatur

Alle modernen Heizungen verfügen über die Möglichkeit der Nachtabsenkung. Es gibt einfache Systeme, die nur eine Schaltung erlauben, aber auch anspruchsvollere, die Wochenprogramme (Wochenenden, Wochentage) ermöglichen. Jede Stunde Heizzeit-Verkürzung senkt den Energieverbrauch. Die Behauptung, dass das, was Sie jetzt sparen, später nachgeheizt werden muss ist ein Irrglaube.

Starten Sie die Heizung morgens nicht zu früh. Ohne Komfortverlust können Sie die Temperatur abends schon ca. 2 Stunden bevor Sie zur Ruhe gehen, absenken! Die Speicherung des Gebäudes und der Heizung hält die Temperatur! Grundsätzlich gilt: ein Absenken der Vorlauftemperatur spart Energie! Bei neueren Heizungen ist die Vorlauftemperatur von der Außentemperatur bestimmt. Eine leichte Absenkung bedeutet nur selten Komfortverlust, insbesondere dann nicht, wenn ein hydraulischer Abgleich (siehe nachfolgend) durchgeführt wurde.

Abdichten der Fenster

Der Aufwand ist meist minimal und kann mit einfachen Baumarktartikeln erfolgen. Zu beachten ist, dass ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet sein muss, um eine gute Luftqualität zu erhalten: Feuchte Luft ist nicht nur ungesund, sondern benötigt für die Beheizung physikalisch auch mehr Energie!

Heizungspumpen

Die Heizungspumpen sind meist um den Faktor 5 – 10 überdimensioniert. Theoretisch reicht im Zusammenspiel mit dem hydraulischen Abgleich eine Pumpe, die die maximal produzierte Wärme sicher abtransportiert. Fast immer kann die Pumpe auf die kleinste Leistung eingestellt werden. Aber auch ein Auswechseln der Pumpe rechnet sich schnell.

Technische Lösungen, die sich erst lohnen, wenn ohnehin eine Maßnahme fällig ist

Heizungskessel

Fast immer sind die Kessel überdimensioniert. Das kostet Energie. Sehr viel ungenutzte Energie verpufft beim Kesselstart und wenn er im Stand auskühlt. Je kleiner der Kessel, umso länger und gleichmäßiger läuft er. Berücksichtigen Sie auch die Effekte der Einzelraumregelung, die kleinere Kessel erlauben. Moderne und richtig dimensionierte Brennwertkessel arbeiten mit erfreulich günstigen Wirkungsgraden

Lüftung

Sowohl aus bauphysikalischen Gründen (Feuchtigkeit, Schimmelbildung) als auch aus Gründen der Gesundheit und des Wohlbefindens ist eine ausreichende Lüftung (Frischluftzufuhr von außen) erforderlich.

Wird die Luft schnell ausgetauscht, geht nur die gespeicherte Energie in der Luft verloren. Die Energie der Bauteile bleibt hingegen fast erhalten, da diese eine gewisse Zeit brauchen, um die Wärme abgeben zu können. Das eigentliche Ziel der Lüftung, der Luftaustausch, ist erreicht.

Je nach Gebäude und Nutzung ist ein Luftaustausch zwischen 0,3 bis 1 (bis zu einmaliger Luftaustausch je Stunde) erforderlich. Das heißt, dass in einem 30 m² großen und 2,50 hohen Raum je Stunde zwischen 25 und 75 m³ Luft je Stunde ausgetauscht werden müssen.

Lang anhaltend geöffnete Fenster führen zu hohen Energieverlusten, da der Luftaustausch wesentlich höher als erforderlich ist und die Heizkörper häufig direkt unterhalb der Fenster sind. Daher wird die kurzzeitige Stoßlüftung empfohlen.

Das warme Wasser

Durchschnittlich verbraucht jeder Deutsche ca. 40 bis 60 Liter warmes Wasser täglich. Für die Aufheizung wird je nach Temperatur ca. 500 bis 1.000 kWh Energie jährlich benötigt. Gespart werden kann an folgenden Stellen:

  • Wassertemperatur senken (dadurch mindern sich die Wärmeverluste)
  • Verzicht auf die teure Zirkulationsleitung bzw. Automatisierung des Systems
  • Wasserverbrauch senken (z. B. durch Verwendung kleinerer Duschköpfe)
  • Warmwasser mit preiswerten Energieträgern (Öl und Gas, nicht Strom) produzieren

Anders als die Heizenergie wird warmes Wasser auch dann benötigt, wenn es draußen warm ist und die Sonne Energien bereitstellt. Daraus ergeben sich nicht nur im Winter Einsparpotenziale.

Die elektrische Energie (Strom)

Strom ist eine sehr komfortable Energie, die in unserem Land jedem zur Verfügung steht. Aufgrund der dezentralen Erzeugung und Wandlung entstehen hohe Verluste in der Produktion und Verteilung. Das muss bezahlt werden.

Problematisch beim Strom sparen ist, dass wir im Haus zahllose kleine und im Einzelnen meist unbedeutende Verbraucher haben. Doch lässt sich Strom verhältnismäßig einfach an 2 Stellen einsparen:

  • Durch die richtige Auswahl der Verbraucher
  • Durch die richtige Verwendung der Verbraucher

CO2-Ausstoß

Auch in Bezug auf den Klimaschutz spielt das Einsparen von Heizenergie eine entscheidende Rolle.

Es ist tatsächlich so, dass unser Leben und Handeln zu einem erheblichen CO2-Ausstoß führt. Diese Emissionen sind nur schwer vermeidbar. Auch wir Menschen atmen selbst CO2 aus (zwischen 0,5 und 5 kg täglich). Insgesamt verursacht jeder von uns in Deutschland 12,3 Tonnen (Entspricht 12.300 KG) CO2 pro Jahr.

Die CO2 Emissionen der wichtigsten Brennstoffe:

Energieträger Gramm CO² je kWh
Braunkohle 400
Steinkohle 335
Heizöl 266
Erdgas 202
Flüssiggas 234

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